Wie der Vater so der Sohn

Timo Kuckelberg fährt nach Herzschlagfinale als „Player of the Year“ auf die Insel Fyn

Als Timo Kuckelberg seine Runde beendet hatte, war für ihn klar, dass er das Rennen zur Insel Fyn nicht gewonnen hatte. Er kam zu seinem Vater Frank auf den Platz und sagte: „Wir zwei fahren nicht nach Fyn. Es lief heute einfach nicht.“ Während die bis dahin Zweitplatzierte Katja Berger gewohnt zuversichtlich ihre 36 Punkte sammelte, hatte der Führende nur phasenweise zu seinem Spiel gefunden. Doch abgerechnet wird zum Schluss. In einem wahren Herzschlagfinale behielt Timo Kuckelberg den ersten Rang, den er vom ersten Spieltag in Rheine-Mesum an innegehabt hatte. Nur 70 Punkte betrug am Ende sein Vorsprung vor Katja Berger! Bei trockener, aber kalter Witterung hatten sich zu wenig Spieler zwischen die beiden geschoben. Beifall von den rund 60 Teilnehmern am Abschlussbankett für beide Leistungen und der Hit der Kultband „Brings“ für den Sieger: „Ich bin ne kölsche Jung“.

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Die dem Kölner nachgesagte Verschmitztheit zeigte er bei den Antworten auf die Fragen von Uwe Bornemeier, der traditionell moderierte. „Von wem hast Du so gut Golfspielen gelernt?“ Knackige Antwort: „Klaus Pastor“. Beifälliges Gelächter, das sich fortsetzte bei der nächsten Antwort zur persönlichen Bedeutung des Titels: “Viel, weil die DMGG einfach eine nette Truppe ist, auch wenn ich den Altersdurchschnitt senke. Aber nächstes Jahr werde ich ja auch schon 30.“ Wen nimmt er mit auf die Märchen-Insel Fyn? „Papa“. Sozusagen eine Kompensation für 2013, als Frank Kuckelberg „Player of the Year“ geworden war und mit Sohnemann eine Woche Golf in Irland spielte. Und wie der Vater damals hatte auch der Sohn (GC Am Lüderich) diesmal zwei Fässchen Kölsch mitgebracht, um mit der DMGG-Familie gebührend auf seinen großen Erfolg anzustoßen.

Während Timo und Frank sich auf den Fyn-Urlaub vorbereiten können, dürfen sich Katja und Ehemann André auf ein super Golf-Wochenende beim Finale der Ringhotels freuen. Den zweiten Preis hatte wieder Susanne Weiß gesponsert, die ihre eigene Turnierserie mit bekannter Liebe zum Detail organisiert. „Eine der schönsten Veranstaltungen, die ich in den letzten Jahren gespielt habe“, weiß Vorjahresvize Wolfgang Friederichs zu berichten.

Aber auch für die Plätze drei bis zehn fielen noch schöne Preise aus der Schatzkiste ab: „Bronze“ gewann Titelverteidiger Klaus Pastor, dann folgten André Berger, Stella Niehörster, Dr. Wolfgang Friedrichs, Uwe Goertz, Wolfgang König, Jörg Kischkel und als Zehnter Jens Stephan.

Der Dank für den Hauptpreis ging natürlich an die Touristikchefin der Insel, Sandra Schneider Neelmeyer, die leider verhindert war, aber die Vorzüge Fyns im Herzen Dänemarks per Videobotschaft vorstellte. Den Deal hatte übrigens Mirco Brune an Land gezogen, der lange Jahre mit Sandra Schneider Neelmeyer gearbeitet und den Kontakt nie hatte abreißen lassen.

Die Ergebnisse

Eine Premiere gab es am ersten Turniertag: Lambert Brosch (GC Erftaue) durfte seine erste Bruttorede halten, was er mit Bravour erledigte. Er hatte vier Punkte Vorsprung vor Dr. Wolfgang Friederichs (Kölner GC) und fünf vor Uwe Bornemeier (Dortmunder GC) und Uwe Goertz (GC Clostermanns Hof) und sogar sechs vor Alexander Thelen (GC Schloss Miel). Das Netto bis 17,0 entschied Jürgen Castner (GC Friedberg/H.) vor Dr. Wolfgang Friederichs, Conny Nottebaum (GC Hösel), Klaus Pastor (Mergelhof) und Jörg Schlockermann (Licher GC). Die zweite Klasse ging an Frank Kuckelberg (GC Leverkusen) vor Katja Berger (GSC Rheine/Mesum), André Berger (GP Bachgrund), Kai Uwe Petry (G&CC Erftal) und Stella Niehörster (GC Hamm).

Katja Berger und Heinrich Weis (GP Bachgrund) lagen Nearest to the Pin, Mona Werner (GC Georgenthal) und Uwe Bornemeier Nearest to the Pen. Gabriela Zimmermann-Lehneis (Heddesheim) und Jörg Schlockermann schlugen den Ball am weitesten.

Finalrunde

Auf der samstäglichen Finalrunde waren die Karten wieder neu gemischt, doch ein Punkt blieb gleich. Auch Kai Uwe Petry (angetreten mit 20,6) durfte seine erste Bruttorede halten, die aus einem traurigen Grund ganz besonders war. „Ich bin eigentlich ganz locker auf die Runde gegangen, obwohl gestern mein Hund gestorben ist. Aber ich habe ihm versprochen, dass ich heute für ihn spiele“, sagte Petry. Er verwies Dr. Wolfgang Friederichs, Uwe Bornemeier, Wiestaw Kramski (GC Pforzheim) und Uwe Goertz auf die Plätze. Bei den Damen hieß die Reihenfolge: Gabriela Zimmermann-Lehneis vor Mona Werner, Klara Stock (Domtal Mommenheim), Carola Kammerinke (GC Duvenhof) und Elke Schreiber (GC Seligenstadt).

Die Netto-Klasse A ging an Mona Werner vor Wiestaw Kramski, Klaus Pastor, Timo Kuckelberg und Andreas Dannenmann (Domtal Mommenheim). Die Klasse B entschied Katja Berger für sich. Es folgten Jörg Kischkel, Klara Stock, Wolfgang Sinz (beide Mommenheim) und Bernd Steffes-tun (Dolomitengolf Osttirol).

Jupp Lentzen