Hans-Kopsch-Ehrenpreis 2019

Sein Herz schlägt im DMGG-Takt

Der Kölsche Jong Jörg Kischkel erhält Hans-Kopsch-Ehrenpreis

Es ist die höchste Auszeichnung der DMGG und deshalb gilt die höchste Geheimhaltungsstufe, damit der Name des oder der Preiträgers/rin nur ja nicht vor dem großen Saisonfinale nach außen dringt. Außer der Jury ist natürlich der Laudator eingeweiht. Helmut A. Metzen konnte leider nicht im Wissmannshof sein, war aber per Videobotschaft zugeschaltet. Knisternde Spannung im Saal, weil er den Namen gar nicht erwähnte, aber in immer deutlicher werdenden Beschreibungen den Kreis der möglichen Kandidaten enger zog. „Stark am Glas und stark am Eisen“, manchmal „Träger bunter Hosen“ und dann auch noch eine „kölsche Jong“. Spätestens da war vielen klar, wer Klaus Nottebaum als Ehrenpreisträger folgen würde, der diese Auszeichnung als „ganz wichtig“ für sein Leben beschrieb. 

Tief gerührt und etwas geschüttelt

Wer am Tisch mit Jörg Kischkel saß, konnte genau verfolgen, wie der Gute-Laune-Mensch immer stiller wurde, sein Gesicht immer weißer und seine Hände immer zittriger. Als er dann nach vorne gebeten wurde, trugen ihn seine Beine so gerade noch bis zum Mikro und sein erster Satz war: „Mir ist so schlecht!“ Herzhafte Umarmung mit Präsident Jürgen Castner und innige Umarmung, Schulterklopfen und Bützchen mit seinem Vorgänger Klaus Nottebaum. Jeder im Saal spürte, wie gerührt der Kölsche Jong war. Standing Ovations für ihn. Dass Jörg Kischkel aber schnell seine Sprache und seinen Witz wiederfindet, zeigte seine Antwort auf die Frage von Moderator von Uwe Bornemeier, wie er denn ein noch besseres Mitglied des Deutschen Medien Golf Gesellschaft werden wolle: „Ich werde im nächsten Jahr mehr Turniere spielen als die DMGG anbietet.“

 

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Ein Bad in der Menge

Sein Weg zurück zum Tisch glich einem Bad in der Menge, wie es Politiker gerne öffentlichkeitswirksam für die Kameras nehmen. Im Fall Jörg Kischkel aber waren jede Umarmung, jeder hochgereckte Daumen und der Zuspruch jeglicher Art absolut ehrlich gemeint. Wie es eben einem kölschen Jong gebührt, dessen Herz im DMMG-Takt schlägt, der bei jedem Turnier der Mediengolfer dabei ist und dabei immer aus einer schier unerschöpflichen Quelle rheinischen Frohsinns schöpft. Er hat sich wirklich um die DMGG verdient gemacht, deren Terminkalender ihm so wichtig ist, dass alles andere drumherum geplant wird. Die familiäre Aufnahme bei den Mediengolfern war ihm sehr wichtig, verlor er doch früh seine Eltern. Und natürlich haben starke Jungs auch eine starke Frau an ihrer Seite, in diesem Fall Jutta Dillmann, die nicht nur seine Begeisterung fürs Golfen und die DMGG teilt. Diese Beiden führen zwar keinen offiziellen Titel, sind aber zweifelsfrei ausgezeichnete Botschafter des DMGG-Gedankens. Deshalb wird es der weißen Ente in Köln sehr gut gehen, ehe sie 2020 zum nächsten Träger des Hans-Kopsch-Ehrenpreises weiterwatschelt.

Dass Jörg Kischkel am Eisen noch stärker geworden ist und inzwischen sogar den Driver beherrscht, hatte er auf dem Platz bewiesen. Dass seine Stärke am Glas in den Jahren nicht gelitten hat, bewies er bis weit nach Mitternacht.

Jupp Lentzen