Geschichte(n), Gaudi und gute Golfplätze

“DMGG goes Oberpfalz”: Unvergessliche Tage rund um Regensburg – Treffen mit unseren Freunden vom Presse Golf Club – Alles hui, nur sportlich war’s pfui.

Unverhofft kommt oft. Aus der kurzfristig geborenen Idee, ein Mediengolfer-Event in Bayern zu veranstalten, wurde die beste DMGG-”Reise” seit dem legendären Pfingst-Trip 2016, als wir als erste ausländische Gruppe den Ryder-Cup-Platz “Golf National” in Paris spielen durften. Die erlebnisreichen Tage verdanken alle Teilnehmer dem Engagement von Ralf Scheuerer, der uns auf liebevolle Art und Weise seine Heimatstadt Regensburg und das oberpfälzer Umland mit allem näher gebracht hat, was man als DMGGler von Bayern erwartet: Geschichte, Gaudi und gute Golfplätze.

Mehr noch: Das erste Oktober-Wochenende wurde durch ihn als Mitglied in beiden Medienorganisationen zum ersten gemeinsamen Event mit den bayrischen Kollegen vom Presse Golf Club (PGC) – schon häufig angedacht, aber nie realisiert. 19 DMGG- und 14 PGC-Mitglieder nahmen an dem historischen Treffen teil.

“Als wir im August in die konkrete Planung gegangen sind, wäre ich mit zehn Teilnehmern zufrieden gewesen”, erklärte Klaus Pastor, der auf DMGG-Seite einmal mehr für die Organisation verantwortlich zeichnete, und fügte hinzu: “Die Resonanz hat mich überwältigt. Schön, dass am Ende alle begeistert waren.”

Das Treffen in der Oberpfalz – nicht wie irrtümlich angekündigt in Niederbayern – stand von Beginn an unter einem guten Stern, denn entgegen der anfangs mäßigen Wetterprognose begleitete Sonnenschein von Beginn an die angereisten “Preußen”. Selbst die wenigen Regentropfen am Samstag sorgten für einen spektakulären Regenbogen über der historischen Altstadt, die seit dem 13. Juli 2006 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.

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Golfen bei Thurn und Taxis

Erstes golferisches Highlight war bereits am Donnerstag der Abschlag im fürstlichen “Thiergarten” derer von Thurn und Taxis. Nachdem sich der Frühnebel verzogen hatte, war das Spielen auf einer der gepflegtesten deutschen Anlagen an einem grandiosen Spätsommertag für alle ein Hochgenuss unabhängig vom Score.

Am Freitag stand dann das gemeinsame Stableford-Turnier im Yacht- und Golfclub Minoritenhof auf dem Programm. Den neun abwechslungsreichen Löchern in den Bergen folgten neun flache entlang der Donau samt Yachthafen. Langeweile kam da nicht auf, wenngleich der sportliche Teil vom PGC dominiert wurde. Lediglich die 30 Netto-Punkte von Peter Meier und ein Eagle von Waldi Kramski stachen hervor. Vom reich gedeckten Preistisch durften sich aber auch Jörg Kischkel, Frank Kuckelberg und Erhard Hackler bedienen.

Wohnen auf der Donau-Insel

Da es auf dem Platz nicht nach Wunsch lief, lag der Fokus schnell auf der abendlichen Stadtführung. Vom Mannschaftshotel, dem SORAT, das traumhaft auf der Donau-Insel liegt und in dem alle ein Panorama-Zimmer mit Blick auf Fluss und Altstadt hatten, ging es über die “Steinerne Brücke” zum Dom und allen anderen Highlights der im Zweiten Weltkrieg völlig unversehrt gebliebenen Innenstadt. Die weitgehend erhaltene mittelalterliche Bausubstanz prägt den Kern dermaßen eindrucksvoll, dass sich alle schnell einig waren: Regensburg ist ein Juwel. Ein Besuch ist absolut lohnenswert, auch wenn die Stippvisite nicht so kompetent wie von “Stadtmaus” Susanne begleitet und durch Anekdoten von “Sir George Etherege”, ab 1685 englischer Gesandter zum “Immerwährenden Reichstag zu Regensburg”, angereichert wird. Selten war eine Stadtführung so informativ und kurzweilig.

Zurück zum Golf. Das Ergebnis des Stableford-Turniers ließ für das samstägliche Matchplay nichts Gutes ahnen. Deshalb nur ganz, ganz kurz: Der PGC gewann 10,5:3,5. Udo Lehneis holte einen halben Punkt, Peter Meier, Gertrud Bott und Klaus Pastor die drei anderen Zähler.

In Dirndl und Lederhose

Angesichts des wenig erfolgreichen Abschneidens konzentrierte sich Klaus Pastor mit seiner Rede beim abschließenden “Bayrischen Abend” im Traditionsbrauhaus Kneitinger schnell auf die Themen Top-Organisation und Treffen mit dem PGC. Unter dem Applaus aller Teilnehmer dankte unser “Vize” noch einmal Ralf Scheuerer für die “super Idee” und deren “Umsetzung mit Herzblut”. Das alles schreie förmlich nach einer zweiten Auflage im kommenden Jahr “nördlich von Bayern”. Und abschließend erklärte er, ganz Sportsmann: “Größe zeigt sich bekanntlich in der Niederlage. Daher geht das nächste Fass auf die DMGG.”

Es war das eindeutige Signal zur Fortsetzung eines unbeschreiblich schönen bayrischen Abends, bei dem Dirndl, Lederhose und Janker bei der DMGG zum Standard-Outfit gehörten. Hubert mit seiner Gitarre und Edi am Akkordeon sorgten für den musikalischen Rahmen einer Veranstaltung, die trotz aller Corona-Schutzmaßnahmen, die eingehalten wurden, allen so unvergesslich bleibt, wie die kompletten Tage.

Unsere Whatsapp-Gruppe, lieber Ralf, wird nie wieder “DMGG goes Niederbayern” heißen. Versprochen! Nach diesen wunderbaren Tagen weiß jeder, dass Regensburg die Hauptstadt der Oberpfalz ist.