Länderspiel Frankreich 2015

Kleines Team sehr stark

Deutsche „Elf“ verpasste Sieg in Frankreich nur ganz knapp

Klaus Pastor

Der Sonnenschein passte zur Leistung der deutschen Mannschaft. Fast hätte das zahlenmäßig hoffnungslos unterlegene „Team Deutschland“ das „Wunder von Le Touquet“ geschafft. Doch an der französischen Kanalküste hieß es am Ende 458:445 für Frankreich. Nos félicitations!

Nur mit 11 statt der benötigten 16 Spieler war die DMGG-Mannschaft in das Pas de Calais gereist. Damit konnte die 12. Auflage des traditionellen Länderspiels nicht wie üblich im Matchplay ausgetragen werden. Kurzerhand einigten sich die Captain Jean-Francois Dessaint und Klaus Pastor auf einen Stableford-Modus, bei dem pro Tag die 8 besten Ergebnisse beider Teams gewertet wurden. „Ein klarer Vorteil für die Gastgeber, aber so ist das nun mal, wenn man keine komplette Mannschaft zusammen bekommt“, betrachtete Klaus Pastor die Lage sachlich.

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Umso mehr durfte er sich über die guten Ergebnisse des ersten Tages freuen, bei denen neben den 33 Punkten von DMGG-Vizepräsident Waldemar Penner das einträgliche Familienergebnis von Jörg Savelsberg und seinem „Schneeflöckchen“ Monika mit jeweils 31 Punkten positiv herausragten. Bereits an Loch 3 auf dem wunderschönen „Les Dunes“-Kurs in Hardelot war dem Routinier der Schlag des Tages gelungen. Aus 110 Metern lochte der 71jährige zum Eagle ein. „Ein schönes Erlebnis, auf das ich ein paar Jahre warten musste“, freute sich Jörg über seinen Sensationsschlag.
So ging es mit lediglich 6 Punkten Rückstand in den zweiten Tag. Bei weiterhin herrlichem Kaiserwetter gingen die Deutschen hoffnungsvoll auf den „La Mer“-Kurs in Le Touquet. Doch das Bild vom ersten Tag wiederholte sich: Alle fighteten um jeden Punkt, aber am Ende hatte man ganz knapp das Nachsehen. Bester Punktelieferant war diesmal die deutsche Nummer eins, Jens Stephan, mit 31 Zählern.

„Wären wir 5 Leute mehr gewesen, hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit einer davon seine 30 Punkte gespielt. Dann wären wir mit dem Wanderpokal nach Hause gefahren“, war sich Klaus Pastor sicher, ergänzte aber sofort: „Hätte, hätte, Fahrradkette.“

So bleibt unter dem Strich das Fazit: Die Franzosen nahmen zum vierten Mal hintereinander den Pokal mit nach Paris. Für den 13. Vergleich mit der Equipe Tricolore gilt es ein spielerisch starkes und vor allem komplettes Team an den Start zu bringen, das wieder einmal den Pokal gewinnen kann.

Nicht unerwähnt darf abschließend der Erlebniswert der Länderspielreise bleiben. Der In Deutschland weitgehend unbekannte Küstenstreifen nördlich der Normandie überraschte durch die außerordentlich hohe Qualität aller Golfplätze und seine enorm breiten Sandstrände. Le Touquet im Zentrum ist ein mondäner Küstenort, der sich mit Westerland auf Sylt vergleichen lässt. Die Gegend lohnt einen Besuch zu jeder Jahreszeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

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