Das Leben des Hans H. Kopsch

Ein Präsident und Gentleman!

Von Jörg Savelsberg

 

 

Unser Hans wurde 80! Hier geht’s zum Gratulieren … 

 

 

Hans Kopsch_0002_ SublineAm 5. Dezember 1934 wurde Hans in Wiesbaden geboren. In eine Familie hinein, deren berufliche Tradition mit der Zukunft des neuen Erdenbürgers herzlich wenig zu tun hatte. Der Vater war Reichsbahner, der Großvater Reichsbahner…

 

Dass es für Hans anders kommen sollte, lag an jenem unseligen Krieg, den der böhmische Gefreite entfesselte. Der Vater von Hans geriet 1944 in Kriegsgefangenschaft und starb in Sibirien.

 

Damit waren für den Zögling einer höheren Lehranstalt Wiesbadens hochfliegende Pläne scheinbar geplatzt. Das Gymnasium kostete nach dem Krieg (bis weit in die 50er Jahre hinein) Schulgeld. Und Geld hatte die Familie Kopsch nicht. Hans musste abgehen, sein Bruder begann bei der Post. Hans begann die Lehre in einer Druckerei.

 

Das war so gekommen. Ein Mitbewohner im Elternhaus war in einer Druckerei tätig. Er wusste, dass Hans und vor allem seine Mutter auf der Suche nach einer Arbeitsstelle waren. Er fragte die Mutter: „Kann der Junge gut Deutsch?“ „Aber ja“, antwortete die Mutter, die einen Teufel getan hätte, diese Chance nicht zu nutzen. Rückblickend meint Hans, er könne froh sein, dass im Hause damals kein Schuster wohnte. Egal, wie die Frage gelautet hätte, seine Mutter hätte ihm jedes Talent bestätigt. So waren die Zeiten.

 

Mit 15 Jahren begann Hans eine Lehre als Schriftsetzer, einen Beruf, über den sich Jüngere wohl nur noch in Wikipedia informieren können. Zügig schloss er seine Lehre ab und mit 23 war er Meister. Aber Meister ohne Geschäftsbereich. Die Meisterposten hatten damals alte Männer inne, die der Krieg verschont hatte und die ihre Familien ernähren mussten.

 

Seine erste „richtige“ Stelle fand er bei der Farbwerke Hoechst AG. Sein Anfangsgehalt betrug 400 Mark, meint er sich erinnern zu können. Nach der Probezeit machte ihm ein Mitarbeiter die erfreuliche Mitteilung: „Jetzt können Sie auch der Sterbekasse beitreten.“

 

Hans erstellte die Aufschriften für Arzneimittelverpackungen  und fertigte die Druckvorlagen für die Beipackzettel. Irgendwann reichte es Hans. Er strebte nach Höherem und begann ein Fernstudium in den Disziplinen Werbung und Marketing.

 

Nach dem Abschluss folgte seine nächste berufliche Lebenswende. Er heuerte in der Werbebranche an und war in unterschiedlichen Positionen viele Jahre lang in verschiedenen Agenturen tätig. Irgendwann folgte der Absprung in die Selbstständigkeit. 20 Jahre lang produzierte er u.a. das Jahrbuch der GWA, des Gesamtverbandes der Kommunikationsagenturen, in dem Porträts der deutschen Werbeagenturen zu finden sind. Inzwischen hat Hans sich selbst pensioniert. Nur ein kleines Buchprojekt hat er noch nicht aus der Hand gegeben.

 

Mit dem Golfspiel hat er vor Jahren begonnen, als er in Hamburg die Chefposition bei der Agentur FCB übernahm. Sein damaliger Oberboss Dr. Grosse schlug ihm vor, mit Golf anzufangen, um sich auch gesellschaftlich zu etablieren. Seine ersten Schläge tat er im Hamburger Golfclub Gut Waldhof. Bezahlt wurde der Einstieg in den Sport übrigens von der Firma.

 

In Hamburg lernte Hans auch Inge kennen. Vor nunmehr 34 Jahren. Hans und Inge haben sich lange geprüft, ehe sie sich vor zwölf Jahren auf ewig verbanden. Bei Länderspielen wie etwas letzten Monat gegen Spanien in Almeria und bei anderen größeren Anlässen ist Inge immer dabei. Während Hans den Schläger schwingt, macht sie sich auf zu irgendwelchen kulturellen Exkursionen.

 

Hans ist seit Jahren Mitglied in Bad Griesbach, jenem Golfmekka im Süden Deutschlands, wo er alljährlich drei Wochen lang versucht, seinen Jahresbeitrag abzuspielen. Zu seinen Lieblingsplätzen gehört St. Leon-Rot, wo die DMGG sich jahrelang wie zu Hause fühlen durfte. Gern geht Hans auch seinem Sport auf Mauritius nach, wo ihn einst eine seiner Großreisen mit Inge hinführte.

 

Hans gehört zu den angenehmsten Spielern, die man sich als Mitbewerber vorstellen kann. Ich darf davon ein Lied singen, da es mir des Öfteren vergönnt ist, mir mit ihm ein Cart zu teilen. Der Schlag, der so schlecht ist, dass selbst Hans darüber in Wut geriete – den gibt es einfach nicht.

 

14 Fragen an Hans H. Kopsch.001

 

  1. polensky

    Glueckwunsch lieber Hans Kopsch
    Waren schoene Zeiten bei Tobler und FCB
    Freue mich, dass Sie noch so fit sind
    Ich musste Golf an letzten Jahr wegem andauernden Gelenkproblemen aufgeben
    Sie sehen noch gut aus
    Sende Ihnen Foto, wenn Sie mir mailen
    Gruss
    Norman Polensky

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