Alles gegeben und doch nicht gewonnen

„Mit ist schitt“, weiß der Zocker.

 

Seit Montag hat der Spruch auch innerhalb der DMGG eine gewisse Bedeutung, denn nach dreitägigem großen Kampf endete das Länderspiel gegen Frankreich 16:16 unentschieden. Damit durften die Gäste als Titelverteidiger den Pokal wieder mit nach Paris nehmen. So sind die Regeln beim Ryder Cup, so sind die Regeln bei den Mediengolfern.

 

Gespielt wurde drei Tage lang im Dreiländereck bei Aachen: einen Tag in Belgien, einen in Holland und einen in Deutschland. Abseits der Fairways war Karl der Große das umfassende Thema des Rahmenprogramms. Der Kaiser, der in der Geschichte Frankreichs und Deutschlands einen zentralen Platz einnimmt, starb vor genau 1200 Jahren. In Aachen erinnern deshalb drei große Ausstellungen – vorerst bis Ende September – an das Wirken des ersten großen Europäers. Aachen oder Aix-la-Chapelle, wie der Franzose sagt, war daher Ausgangspunkt unserer Aktivitäten.

 

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Golferisch fand der Auftakt im belgischen Henri-Chapelle statt. Im dortigen Golf & Business Club stand es nach den ersten Vierern (Scramble) 4,5:3,5 für die Gäste. An Tag zwei wurde in Maastricht gespielt. Dort endeten die zweiten Vierer (Chapman) 4:4. Die Entscheidung sollte also in Deutschland fallen. In Haus Kambach vor den Toren Aachens gingen am frühen Morgen 16 Single-Matches an den Start. Und wieder wurde es ganz eng. Karin Tietze-Ludwig und Brigitte Woyke hätten in den letzten beiden Partien gewinnen müssen, was auch fast gelungen wäre. Während sich Karin souverän durchsetzen konnte, gelang Brigitte trotz zwischenzeitlicher hoher Führung (4 up) „nur“ ein Remis, was zum bereits erwähnten Endergebnis führte.

 

„Der halbe Punkt wurde nicht allein im letzten Match vergeben. Auch andere haben auf den letzten Löchern noch Federn gelassen“, resümierte Captain Klaus Pastor. „Dass es nicht ganz gereicht hat, ist schade. Wir haben aber alte Freunde wiedergesehen und neue dazugewonnen. Das ist der wirkliche Gewinn des Treffens.“

Ähnlich sah es Jean-Francois Dessaint, erstmals in elf Jahren dabei und gleich Captain: „Der Geist des Treffens hat mich überzeugt. Ich freue mich schon jetzt aufs nächste Jahr.“ Dann geht’s nach Frankreich, möglicherweise in die Bretagne.

KLAUS PASTOR

 

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